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Informationen zur Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen

Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen vertritt die Interessen des gesamten Handwerks in ihrem Bezirk. Das sind Betriebe in den Landkreisen  Hildesheim, Holzminden, Northeim und Göttingen.

Zur Handwerkskammer zählen die Handwerksbetriebe, handwerksähnliche Betriebe und die in ihnen beschäftigten Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden.


Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen bietet ein umfassendes Beratungs- und Informationsangebot für Handwerksbetriebe und die Öffentlichkeit,


ist Bildungspartner von Betrieben und Berufsschulen bei der beruflichen Bildung und

bietet Weiterbildung für Beschäftigte im Handwerk


führt die Verzeichnisse des Handwerks und achtet auf die korrekte Anwendung der Handwerksordnug

Trotz Corona in die Ausbildung investieren
Was wäre das Handwerk ohne Nachwuchs? 

Burkhard Ernst Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen ruft dazu auf, trotz der Corona-Pandemie an die Ausbildung junger Menschen zu denken. „Das Thema ist in den vergangenen Wochen in den Hintergrund gerückt. Mit Zunahme der Lockerungen und der schrittweisen Rückkehr zur Normalität, muss es jedoch ganz klar wieder in den Vordergrund gestellt werden“, betont Präsident Delfino Roman. Denn die betriebliche Ausbildung sei gerade im Handwerk der Schlüssel für die zukünftige Fachkräftesicherung. Es zahle sich aus, wenn Betriebe trotz der aktuellen Lage in die Ausbildung investierten. „Auszubildende sind schließlich die Fachkräfte von morgen. Kein Mitarbeiter kann den betrieblichen Anforderungen so gut entsprechen, wie der selbst ausgebildete“, erklärt Roman.
Nach aktueller Meldung verzeichnet die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer ein Minus bei den Eintragungen der neu abgeschlossenen Verträge für den Ausbildungsstart 2020. Ende April waren es 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Aber für das Handwerk ist das noch ein sehr früher Zeitpunkt“, so Roman. Viele Betriebe sind durch die coronabedingte, wirtschaftliche Entwicklung verunsichert. Eine Personalplanung für die Zukunft empfinden sie unter diesen Umständen als besonders schwierig. Das Ergebnis zeigt eine aktuelle, bundesweite Umfrage des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH). Zwar planen fast 45 Prozent der befragten Betriebe, für das kommende Jahr genauso viele oder sogar mehr Lehrlinge einzustellen wie im Vorjahr. Aber auch rund ein Viertel überlegt, sich aus der Ausbildung zurückzuziehen.


Hilfreich kann ein klares Signal aus der Politik an die Ausbildungsbetriebe sein. Bereits in der Herbstvollversammlung 2019 forderte die Handwerkskammer eine deutliche Entlastung der Ausbildungsbetriebe von den Kosten der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. „Seit einiger Zeit zahlen Betriebe weitaus mehr als ein Drittel der Kosten des Überbetrieblichen Unterrichts – es sind bis zu 69 Prozent. Die Zusage der Politik, die übrigen zwei Drittel landes- und bundesseitig zu finanzieren, geht aufgrund veralteter Berechnungsgrundlagen nicht mehr auf“, sagt Roman. In Bayern hat die Landesregierung ein Paket in Höhe von 4,3 Millionen Euro zur Entlastung der Betriebe von den Ausbildungskosten geschnürt, indem das Arbeitsministerium den kompletten Eigenanteil der Ausbildungsbetriebe übernimmt, den diese sonst selbst tragen müssten. „Es ist jetzt wichtiger denn je, ausbildende Handwerksbetriebe auch in Niedersachsen zu entlasten. Wir müssen noch heute die Weichen für die Zeit nach Corona stellen“, so der Präsident weiter. In diesem Zusammenhang erarbeiten alle niedersächsischen Handwerkskammern derzeit ein politisches Bildungspositionspapier, mit Maßnahmen zur Sicherung der Dualen Ausbildung im Handwerk.
Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer beraten Betriebe in allen Ausbildungsfragen vom Vertrag bis zur Prüfung. Sie informieren über die Voraussetzungen für die Ausbildung, über Ausbildungsinhalte und -anforderungen, über rechtliche und organisatorische Fragen und unterstützen Betrieb und Lehrlinge, wenn der Ausbildungserfolg einmal ausbleiben sollte oder sich Probleme entwickeln.


HWK-Kontakt zur Ausbildung im Handwerk: Ausbildungsberater Burkhard Ernst, 05121 162-128, burkhard.ernst@hwk-hildesheim.de

Konjunkturstärkung auch bei deutlich sinkenden Steuereinnahmen möglich!

Hans Peter Wollseifer Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks


„Damit Deutschlands Wirtschaft und das Handwerk nach dem beispiellosen Shutdown nicht dauerhaft angeschlagen bleiben, braucht es jetzt eine Konjunktur-Rehabilitation, damit die deutsche Wirtschaft wieder auf die Beine und ans Laufen kommt. Die Bundesregierung muss jetzt die richtigen Akzente setzen und entsprechend eines Dreiklangs aus nötigen Infrastrukturinvestitionen, Innovationsstärkung und Entlastung handeln, um der deutschen Wirtschaft den Neustart zu ermöglichen. Unter Einhaltung aller gesundheitlichen Erfordernisse wird es jetzt höchste Zeit, die Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland wieder zu stärken. Nur mit tatkräftigen Ansätzen lassen sich weitere Steuerausfälle verhindern und die Steuerbasis zügig wieder stabilisieren.

In der jetzigen Krisenphase müssen wir Betriebe und Unternehmen vor allem darin unterstützen, ihre Auftragslage schnellstmöglich zu stabilisieren. Aufträge sind das A und O des Neustarts! Unsere Betriebe wollen arbeiten. Privatleute wie die öffentliche Hand sind daher aufgerufen, an erteilten Aufträgen auf jeden Fall festzuhalten und wo immer möglich neue Aufträge zu erteilen. Der öffentlichen Hand kommt hier eine Vorbildfunktion zu, Aufträge keinesfalls zu verschieben oder zu stornieren, sondern im Gegenteil durch Auftragserteilung substanzielle Nachfrageimpulse zu geben. Besonders angesichts erster kommunaler Haushaltssperren ist es unabdingbar, dass Bund und Länder - wie in den Konjunkturpaketen 2008/2009 geschehen – nun Städte und Gemeinden in dieser Rolle stärken. Der krisenbedingte Digitalisierungsschub hat die Digitalisierungslücken gerade in Verwaltung und im Bildungsbereich umso deutlicher werden lassen. Deshalb braucht es einen Digitalisierungs-Investitionsschub, um die Digitalisierung von Verwaltung, Bildung und Wirtschaft maßgeblich voranzutreiben.

Darüber hinaus brauchen wir ergänzende staatliche Nachfrageimpulse. Die müssen branchenunabhängig die gesamte Breite der Volkswirtschaft erreichen und nicht auf einzelne Wirtschaftsbereiche zugeschnitten sein. Um den Neustart von Anfang an nachhaltig auszugestalten, sehen wir Ansatzpunkte für solche Nachfrageimpulse vor allem auch bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zu einer schnelleren Umsetzung der Energiewende. Leitlinie hierfür muss jedoch der Grundsatz der Technologieoffenheit sein, damit kleine und mittelständische Unternehmen nicht von den Nachfrageimpulsen ausgeschlossen werden. Die Vielzahl energiespezifischer Förderansätze muss deutlich systematisiert und in der Umsetzung für die Betriebe vereinfacht werden.

Um ihre gesamte Kraft für einen gelingenden Neustart einsetzen zu können, benötigen die Betriebe jetzt dringender als schon zuvor eine „Belastungs- und Regulierungspause“.  Deutschland nimmt unter den Industrieländern bereits den Spitzenplatz bei der Steuer- und Abgabenlast ein. Doch diese Spitzenposition ist wahrlich kein Ruhmesblatt für Deutschland. Es ist daher das Gebot der Stunde, in Deutschland tätige Unternehmen und Betriebe zielgerichtet steuerlich zu entlasten und die Steuerbelastung wieder auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau zurückzuführen. Dazu gibt es konkrete und verantwortungsbewusste Vorschläge des Handwerks. Ein wichtiger Schritt wäre etwa, einbehaltene Gewinne von Personengesellschaften praxisgerecht zu besteuern und die Anrechnung der Gewerbesteuer zu verbessern. Für alle Steuerpflichtigen muss es ein konkretes Ausstiegszenario aus dem Solidaritätszuschlag geben. Kurzfristig ist der eingeschlagene Weg der Verlustverrechnung auszubauen und fortzusetzen. 

Darüber hinaus müssen Kostenbelastungen aus der Energiewende zügig gesenkt werden, beispielsweise indem die Stromsteuer auf ihr europarechtliches Minimum reduziert wird. Unhaltbar ist, dass der ohnehin belastete Mittelstand und die Privathaushalte die Rabatte bei der EEG-Umlage für Großverbraucher finanzieren. Dies muss stattdessen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Um die ab 2021 anstehende CO2-Bepreisung zu kompensieren, muss die EEG-Umlage endlich wie angekündigt reduziert werden.

Ungeachtet aller Neustart-Maßnahmen müssen die bereits auf den Weg gebrachten Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen fortgeführt und zielgerichtet nachgebessert werden.

Die erleichterte Stundungsmöglichkeit der Sozialversicherungsbeiträge für März und April  war richtig und notwendig und hat den Betrieben etwas Luft zum Atmen verschafft. Die Einnahmesituation der Betriebe ist jedoch noch nicht deutlich besser, weshalb die Stundungserleichterungen auch für die Monate Mai und Juni gelten müssen. Wichtig wäre dabei, den Betrieben zu ermöglichen, die Beiträge flexibel und in Raten über einen längeren Zeitraum nachzuzahlen – etwa bis zu 12 Monaten und entsprechend der betrieblichen Möglichkeiten.

Die pauschalen Anhebungen des Kurzarbeitergeldes ab 50 Prozent Arbeitsausfall auf bis zu 87 Prozent des letzten Nettoverdienstes werden die Unternehmen und die Bundesagentur erheblich finanziell und administrativ belasten. Jede Ausweitung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung droht sich zudem langfristig beitragssatzsteigernd auszuwirken. Das würde gerade die personalintensiven Unternehmen des Handwerks zusätzlich belasten und muss verhindert werden. Für diejenigen Bereiche, die weiter unmittelbar oder mittelbar von Corona-bedingten Vorgaben zu Kontaktbegrenzungen betroffen sind, bleiben zudem weitere Liquiditätshilfen unabdingbar.“

Imagekampagne des deutschen Handwerks 2020

Die Kampagne präsentiert die unterschiedlichen Berufsfelder des Handwerks, zeigt die vielen Entfaltungs- und Karrieremöglichkeiten im Handwerk auf und möchte Jugendliche so zu einer Ausbildung in einem von über 130 Ausbildungsberufen ermuntern. 

Meisterfeier 2019 // HWK Hildesheim-Südniedersachsen

Zum siebten Mal rollte die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen für 213 Meister aus elf verschiedenen Handwerken den Roten Teppich aus. Insgesamt 1.350 Angehörige und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Handwerk feierten die Stars des Handwerks, die in den vergangenen Monaten ihre Meisterprüfungen abgelegt haben.


Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen dankt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer für seine festlichen Worte! 


Und dann danken wir allen Meister*innen und ihren Angehörigen. Ihr habt diesen Abend unvergesslich gemacht!

Tag des Handwerks am 21.09.2019 in Hildesheim




Wir sind Handwerker. Wir können das“- so lautete das Motto, unter das der deutschlandweite Tag des Handwerks am Sonnabend, 21. September 2019, gestellt war.  
Die zahlreichen Aktionen auf nationaler und regionaler Ebene sollten der Öffentlichkeit zeigen, dass Leben heute und auch in Zukunft ohne das Handwerk nicht vorstellbar ist.

Mit dabei, zum fünften Mal beim bundesweiten Tag des Handwerks, die hiesigen Innungen, der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld. Veranstaltungsort, der Platz an der Lilie mit einen Aktionstag an dem es vor allem um Spiel und Spaß gehen sollte.

Dazu erklärte Kreishandwerksmeister Ulrich Sackmann: „Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan. Über 15.000 Handwerker/innen in rund 2500 Betrieben im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld engagieren sich an 365 Tagen im Jahr mit Know-how und Leidenschaft für unser modernes Leben.“


Geschäftsführer Reiner Wendlandt zur Zielsetzung der Veranstaltung: „Wir wollen an diesem Tag in erster Linie zeigen, dass wir in den Innungen und die Innungen wiederum miteinander ein Zusammengehörigkeitsgefühl empfinden und dass wir auch gern Spaß miteinander haben.“
Höhepunkt des der Veranstaltung, ein Menschenkicker „Human-Table-Soccer“ wo Mannschaften bunt gemischt, Gesellen, Firmeninhaber und Auszubildende aus dem Bezirk der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld, im sportlichen Wettkampf kämpften.

Tatkräftig mit dabei die Unternehmerfrauen






90 Prozent der Handwerksbetriebe mit ihren Auszubildenden zufrieden
Landesweite Umfrage unter den niedersächsischen Handwerksbetrieben erfolgte von Anfang bis Ende August 2019. Über 2.100 Betriebe beteiligten sich.

Auf die Frage: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Auszubildenden?“ antworteten 23 Prozent der Betriebe mit „sehr zufrieden“, 66 Prozent mit „zufrieden“. Nur 11 Prozent zeigten sich „unzufrieden“.

Schaut man auf die „sehr zufriedenen“ Betriebe, so wird deutlich: Die Betriebe schätzen an ihren Auszubildenden „Zuverlässigkeit“, „Interesse und Aufgeschlossenheit“, „Motivation und Teamfähigkeit“ sowie „Disziplin und Umgangsformen“. Diese Social-Skills spielen für Ausbildungsbetriebe eine konstant wichtige Rolle. Bei den weniger zufriedenen Rückmeldungen werden vor allem Mängel bei den „elementaren Rechenfertigkeiten“ sowie bei dem „mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen“ angeführt. An dieser Stelle sind vor allem die Elternhäuser und Schulen gefordert, Wert auf eine gute Grundbildung zu legen. Aus der Umfrage im letzten Jahr ist jedoch bekannt, dass inzwischen viele Betriebe ihre schwächeren Auszubildenden mit Nachhilfe und Schulmaterialien unterstützen.

Ein besonderes Augenmerk haben die niedersächsischen Handwerksbetriebe auf die schulische Berufsorientierung. Zwei Drittel nehmen an Berufsorientierungsmaßnahmen der Schulen teil. 95 Prozent der befragten Betriebe gaben zudem an, Schülerpraktika anzubieten. Für die Betriebe bietet dies die Möglichkeit, sich den Schülerinnen und Schülern zu präsentieren und Vorbehalte gegenüber dem Handwerk abzubauen.

Schulische Leistungen sind im Handwerk jedoch nicht allein ausbildungsentscheidend. Auf die Frage: „Wie wichtig sind Ihnen die Schulabschlussnoten oder der Schulabschluss?“, antworteten 35 Prozent „wichtig“, 61 Prozent „weniger wichtig“ und knapp 4 Prozent „überhaupt nicht wichtig“. Dieses zeigt, dass im Handwerk grundsätzlich alle Jugendlichen eine Chance haben - auch junge Menschen mit schulischen Schwierigkeiten. Ihre Talente, persönlichen Stärken und ihre Begeisterung können sich im Handwerk vielfach besonders gut entwickeln. Positiv wirkt sich dabei das in vielen Betrieben vorherrschende, äußerst familiäre Betriebsklima aus. Außerdem erkennen diese jungen Menschen häufig nach jahrelangen schulischen Misserfolgen, dass sie etwas leisten können und sogar Anerkennung dafür erhalten.

Bereits seit einigen Jahren steigt allerdings auch der Anteil der Abiturienten im Handwerk kontinuierlich an. Heute absolvieren 12,3 Prozent der Auszubildenden mit Abitur ihre Ausbildung im Handwerk. Sie schätzen die Ausbildung als gute Basis für den beruflichen Einstieg. Besonders viele Abiturienten sind unter den Kraftfahrzeugmechatronikern, den Tischlern, den Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik oder auch den Gesundheitshandwerken, d.h. den Zahntechnikern und Augenoptikern zu finden. Dabei sind noch viele Betriebe zögerlich bei der direkten Ansprache von Abiturientinnen und Abiturienten. Nur 6 Prozent sprechen diese Schülergruppe direkt an. Dabei bietet der Weg nach der Ausbildung für die jungen Fachkräfte exzellente Perspektiven. So besteht die Möglichkeit, mit der Meisterprüfung betrieblich aufzusteigen und sogar später einen eigenen Betrieb zu gründen oder zu übernehmen.

Stefan Pietsch - Pressesprecher Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen

MEISTERMACHER

BBZ-Lehrwerkmeister zeigen Gesicht für ihr Handwerk und Flagge für die Meisterqualifikation.


Ohne den Meister läuft in Deutschland nichts. Darin sind sich die acht Lehrwerkmeister der Berufsbildungszentren an den Standorten Hildesheim und Göttingen einig. Sie alle sind erfahrene Dozenten in ihren Handwerken, die jährlich hunderte Gesellen und Meister bis zur Prüfung begleiten und optimal vorbereiten.

Die neue Imagekampagne der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen rückt einige der Lehrwerkmeister, die in den Berufsbildungszentren die Meisterkurse unterrichten, ins Rampenlicht. In den nächsten Wochen sind sie auf großen Plakaten und auf City-Light-Postern an Bushaltestellen zu sehen und stellen in Filmen auf den Social-Media-Kanälen der Kammer ihr Handwerk mitsamt Werkstatt vor. Doch viel wichtiger: sie sprechen offen über ihre Leidenschaft für den Beruf und ihren Antrieb als Handwerksmeister neue Meister ausbilden zu dürfen.


Neue Chefs fürs Handwerk – eine gesellschaftlich relevante Aufgabe

In den nächsten Jahren werden in vielen Handwerksbetrieben um Göttingen, Hildesheim, Holzminden, Northeim und Osterode neue Chefs gesucht. Viele Betriebsinhaber müssen nicht zuletzt aus Altersgründen die Übergabe an den Nachwuchs mit Nachdruck vorbereiten. „Schließlich geht es bei der Suche nach einem Betriebsübernehmer nicht nur um die Sicherstellung meisterlicher Qualität oder um die Ausbildungsleistung. Es geht um Arbeitsplätze“, sagt Ina-Maria Heidmann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. „In den ländlich geprägten Regionen sind Handwerksbetriebe die wichtigsten Arbeitgeber vor Ort.“

Die Meistermacher der Handwerkskammer stellen sich in modernisierten BBZ-Werkstätten dieser enorm wichtigen Aufgabe und suchen nach fortbildungswilligen Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. 

Meisterbrief als beste Wertanlage

In keiner anderen Berufsgruppe ist die Erwerbslosenquote geringer als bei Meistern und Technikern. Mit nur 1,7 Prozent liegt sie sogar niedriger als bei Akademikern. Marc Mundt, Meistermacher für die angehenden Installateur- und Heizungsbauermeister, bringt es in seinem Imagefilm auf den Punkt: „Eine funktionierende Heizungs- oder Trinkwasseranlage wird und muss es immer geben.“ Darüber hinaus macht die weiterhin ausgezeichnete Auftragslage in vielen Gewerken die Investition in eine Meisterfortbildung zu einer der besten Wertanlagen. 


Jede Woche ein neues Video

Insgesamt acht Meistermacherinnen und Meistermacher werden wöchentlich (jeweils samstags) in einem neuen Video vorgestellt. Den Auftakt machten am 31. August Elektrotechnikermeister Ralph Hartwich und am 7. September Friseurmeisterin Bianca Swiridow. Es folgen: Torsten Vogt (Kfz-Technik), Marcus Hüls (Maurer und Betonbauer), Katrin Langer (Maler und Lackierer), Marc Mundt (Sanitär, Heizung, Klima), Dieter Syska (Fleischer) und Oliver Reiter (Betriebswirtschaftslehre und Ausbildereignung). Das letzte Video erscheint eine Woche vor der großen Meisterfeier der Handwerkskammer am 26. Oktober 2019, bei der auch in diesem Jahr wieder rund 350 Meisterinnen und Meister ihre Briefe überreicht bekommen. 

Die Videos werden auf dem Youtube-Kanal „BBZ Hildesheim-Göttingen“ und der gleichnamigen Facebook-Seite veröffentlicht. Auf Instagram sind sie unter „HWK Hildesheim-SNds“ zu finden.

Stefan Pietsch - Pressesprecher Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen 

Bildquelle: HWK Hildesheim-Südniedersachsen